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09/06/2017 - Hamburg

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Alexander Raytchev

„Es ist irrelevant, auf welche Art man sich musikalisch ausdrückt, solange man letztendlich eine Geschichte zu erzählen hat.“ Das Credo des bulgarischen Komponisten und Konzertpianisten Alexander Raytchev lässt erahnen, welch bewegte künstlerische Laufbahn er hinter sich hat.

Geboren 1975 in Sofia, wuchs der Sohn eines klassischen Komponisten und einer Schauspielerin von Beginn an in einem Klima konzentrierter Kreativität auf. Früh beginnt er, erste Kompositionen zu Papier zu bringen, später baut er sein solistisches Talent am Klavier aus. Er beginnt ein Musikstudium in Bulgarien, schießt es mit Konzertexamen am Klavier in Hannover ab, wird bulgarischer „Musiker des Jahres“ und bestreitet internationale Konzerttourneen.

Bis ihm eines Tages alles zu viel wird:

„Das starre Gerüst des sich wiederholenden Interpretierens der üblichen Klavierwerke unter dem unvermeidlichen Leistungsdruck von Wettbewerben und Konzerten brachte mich an den Rand des Wahnsinns. Es ging soweit, daß ich eine Art psychische Blockade entwickelte und kaum mehr spielen konnte. Da besann ich mich auf meine eigentlichen Wurzeln und begann wieder zu komponieren. Das hat meine musikalische Existenz gerettet.“

Raytchev entdeckt die enorme Wirkung, die das Spiel mit Form, Harmonie und Melodie auf ihn haben und erlangt darüber auch seine alte Form als Pianist zurück. Doch das reicht ihm nicht:

„Nach vielen Jahren des reinen Klavierspielens, wurde mir der Sound zu eintönig, ich suchte nach einer logischen Erweiterung und fand sie – neben klassischen Orchesterinstrumenten – in der Welt der synthetischen Klangästhetik“

Mit Rick J Jordan findet er letztlich den dafür perfekten Partner: „Obwohl wir ursprünglich in völlig verschiedenen Genres zuhause waren, haben wir es spontan verstanden, unsere künstlerischen Fähigkeiten zu verzahnen und aufeinander aufzubauen. Dabei entstanden Ergebnisse, die weit mehr sind als die Summe ihrer einzelnen Ideen“

Auf die Frage nach einer stilistischem Einordnung eines Schaffens gibt sich Raytchev entspannt:

„Es ist mir letztlich egal, in welche Schublade unsere Musik gesteckt wird, solange sie die Phantasie der Menschen beflügelt und sie glücklich macht.“

Rick J. Jordan

„Musik ist mein Rückzugsort, eine eigene Welt, deren Grenzen nur meine Phantasie definiert.“

Der 1968 in Hannover geborene Musikproduzent und Toningenieur lernt früh, seine eigene Sprache zu sprechen. Schon im Alter von 5 Jahren setzt er sich an das Klavier seiner Eltern und beginnt, selbständig darauf zu spielen. Währen seiner Schulzeit wird er oft von Anderen gemieden und gemobbt, worauf die Musik für Jordan zu einem Refugium wird, Raum um den Alltag zu vergessen.

Geprägt durch die Erfahrung sozialer Ablehnung entwickelt sich seine Leidenschaft für gemeinschaftlich entstandene Musik, Polyphonität: „Die Interaktion von verschiedenen Musikern und Instrumenten hat mich von jeher fasziniert und meine solistischen Ambitionen in den Hintergrund treten lassen, ich war begeistert von der Größe und Erhabenheit, die ein Ensemble entwickeln kann“

So gründet er früh erste eigene Formationen und spielt später in Schul- und Szenebands. Parallel dazu ist Jordan wie elektrisiert von dem klanglichen Potential der damals noch sehr neuen Synthesizer, die ihm, zusammen mit dem neu entstandenen MIDI-Standart die Möglichkeit geben, seine kreativen Ideen unabhängig von solistischen Grenzen seiner Mitmusiker realisieren zu können. „Ab diesem Zeitpunkt begann ich, viel über Arrangements, musikalische Formen und Strukturen zu lernen, da ich einfach drauflos experimentieren konnte, ohne mit anderen darüber debattieren zu müssen.“

Sein Faible für elektronische Sounds führt ihn bald zum New Wave der 1980er Jahre. Zusammen mit HP Baxxter gründet er 1986 die Gruppe „Celebrate the Nun“, veröffentlicht erste Singles und Alben, hat TV – und Radioauftritte. Aber erst die Anfang der 1990er Jahre aufkommende Technobewegung verschafft Jordan zusammen mit Baxxter den Durchbruch: Mit „Hyper Hyper“ landen sie als „Scooter“ einen internationalen Riesenhit, der Rest ist Geschichte. 20 Jahre später, nach über 100 internationalen Top ten – Platzierungen, knapp 80 Gold – und Platin – Platten und zahlreichen Musikpreisen, unter anderem zwei Echos, verabschiedet sich Jordan von der elektronischen Tanzmusik. „Nach all den Jahren spürte ich den Drang nach neuem, alles was ich musikalisch jahrelang zurückgestellt hatte bahnte sich seinen Weg nach draußen. Gleichzeitig war ich künstlerisch an einem Punkt an dem ich mit den bisherigen Mitteln nicht neues mehr erreichen konnte, es war eine Art Stillstand.“

Jordan trennt sich von Scooter, probiert sich aus, nimmt Gesangsunterricht und startet verschiedene Musikprojekte. Schrittweise findet er zu seinen Ursprüngen zurück und lässt sich erneut von seinem Gefühl zu Musik tragen.

Als er auf Alexander Raytchev trifft, sieht er sich mit einer ganz neuen Herausforderung konfrontiert:

„Als langjähriger Keyboarder mit pianistischem Background fand ich es wahnsinnig interessant, einen völlig neuen Blick auf ein eigentlich mir bekanntes Terrain zu bekommen. Alex´ virtuoses Spiel und sein Hang zu für mich unüblichen aber enorm interessanten Harmoniestrukturen weckte sofort mein Interesse an einer Zusammenarbeit. Der Vollblutmusiker in mir war wieder erwacht.“

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